1 CORINTHIANS 12:26 (NIV)


»If one part suffers, every part suffers with it; if one part is honored, every part rejoices with it.«

»If one part suffers, every part suffers with it; if one part is honored, every part rejoices with it.«
November 28 2022

Gefangen im eigenen Dorf

BANGLADESCH
In Bangladesch nehmen die Feindseligkeiten zwischen Militär und Rebellen in den Chittagong Hills zu. Dabei geraten die mehrheitlich christlichen Dorfbewohner des Bawm-Stammes zwischen die Fronten. AVC unterstützt unweit der Gefahrenzone eine Bibelschule.

Im Dschungelgebiet der Chittagong Hills, in winzigen Dörfern aus einfachen Hütten, lebt der Volksstamm der Bawm. Die Regierung wirft den Bawm vor, die bewaffnete Kuki-Chin National Front (KNF) zu unterstützen. Gerüchten zufolge kämpfen die KNF-Rebellen nicht nur für die Autonomie der Region, sondern bilden im Dschungel auch Terroristen aus.

Seit Oktober eskalieren die Spannungen zwischen Militär und KNF. Leidtragend ist die gesamte Bawm-Gemeinschaft, die mehrheitlich christlich ist. Die Armee hat das Gebiet nun komplett abgesperrt. Den Dorfbewohnern wird der Zugang zu ihren Feldern sowie der Kauf und Verkauf von Waren und Lebensmittel verboten. Viele leben auch von Kleinliefer- und Taxidiensten, die sie mit dem Motorrad von Dorf zu Dorf betreiben. Den Menschen gehen die Lebensmittel aus.

Unweit des Sperrgebiets, in der Nähe der Stadt Bandarban, unterstützt AVC via ihre lokalen Partner eine Bibelschule, das Harvest Center (Bild). Die meisten der rund 20 Schülerinnen und Schüler stammen aus den Chittagong Hills. Ihre Familien leben dort und sind akut von den Feindseligkeiten betroffen. Im umliegenden Dschungelgebiet unterstützt AVC auch weitere kleinere Schulen.

Unsere Partner vor Ort berichten, dass die bewaffneten Auseinandersetzungen den willkommenen Vorwand bieten, die Bawm-Christen zu verfolgen. Diese können nun jederzeit willkürlich von der Polizei oder dem Militär festgenommen werden. Bereits wurde 35 junge Männer aus nichtigem Grund verhaftet.

Im ganzen Land ist bekannt, dass die Bawm ihren Glauben und damit das Wort Gottes aktiv unter die Leute bringen. Das Militär hat ihnen bereits seit 2015 untersagt, Bibeln, Traktate und christliche Literatur innerhalb ihres Stammes, aber vor allem auch an ihre muslimischen, hinduistischen und animistischen Nachbarn weiterzugeben. Derweil versäumt es die Regierung, den Bawm in Fällen von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

We pray ...
für die Versorgung der Dörfer mit Lebensmitteln,
dass die Bawm nicht von Angst beherrscht werden, sondern Gott vertrauen können,
um Bewahrung für die Schüler an unseren Schulen sowie für ihre Familien,
um Frieden in der Region und die Hinwendung der Konfliktparteien zu Jesus.



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