July 17 2022

Unermüdlich zu den Unerreichten

RUSSLAND I SIBIRIEN
Unermüdlich, Jahr für Jahr, machen sich Andreas und sein Team auf zu den unerreichten Völkern Sibiriens. Der Weg bis hoch zum Polarkreis ist lebensgefährlich. Eine mangelhafte Vorbereitung eines solchen Einsatzes könnte dramatische Folgen haben.

Es kostet zwei Tage harter Arbeit, die Autos zu packen und für die Reise auszustatten. Es müssen Ersatzteile besorgt werden, denn in den Weiten Sibiriens gibt es keine Geschäfte. Auch Tankstellen sind rar gesät. Andreas schreibt von einer Etappe: »Früh am Morgen holen wir die Fahrzeuge aus den Garagen und tanken alles voll, denn uns steht eine Fahrt von 650 Kilometern auf dem zugefrorenen Fluss bevor, ohne weitere Tankstellen.«

Auf geht´s
Zhigalovo, Kachug, Sewerobaikalsk, Severomuisk, Taksimo, Bodaibo, Matscha, Perewos, Lenks, Wittim, Yakutsk, Tschokurdach. Zwischen den Ortschaften hunderte von Kilometern, die oft nur im Schneckentempo zurückgelegt werden können. »Lange, ermüdende Fahrten. Für 150 Kilometer brauchten wir fünf Stunden.« Ankunft am Ziel häufig erst weit nach Mitternacht. Kurze Nächte. Strapazen. Am Ende sind es 16 000 Kilometer, die sie hinter sich gebracht haben.

Überall wo das Team hinkommt, feiern die Christen begeistert Gottesdienste, die sich hinziehen. Auch Gäste sind dazu eingeladen. Nach einem Gottesdienst in Bodaibo kommt eine ältere Dame mit Tränen in den Augen auf Andreas zu und drückt ihm etwas in die Hand. »Ich bin so froh, dass ihr uns besucht! Ich möchte meinen Teil zu dieser Expedition beitragen.« Später erfährt er, dass diese 82-Jährige ihm fast ihre ganze Monatsrente überreicht hat!

In Wittim wird ein Gemeindehaus eingeweiht. Ein grossartiger Tag! Die Besucher sind zu Tränen gerührt, eine Frau übergibt ihr Leben Jesus. Alle sind so froh, dass ihr Dorf nun ein eigenes Gemeindehaus besitzt. Gott ist gut! Anschliessend wird gefeiert, und man geht erst in den frühen Morgenstunden auseinander. Einmal im Jahr Besuch – das ist kostbar! Die Zeit wird ausgekauft.

Kaderschmiede
Mit Ausdauer unterrichtet Veronika seit Jahrzehnten an einer sibirischen Bibelschule. Ihr Dienst ist weniger spektakulär als jener von Andreas, aber genauso wertvoll. Sie sorgt dafür, dass in neu gegründeten Gemeinden Pastoren eingesetzt werden können. Diese sind durch sie und ihre Lehrerkollegen in Theorie und Praxis gründlich ausgebildet worden. Die Absolventen sind zum Teil selbst Gemeindegründer.

Veronika begleitet ihre Schülerinnen und Schüler eng. »Die persönliche Lehrer-Schüler-Beziehung ist ein Schwerpunkt unserer Ausbildung. Gott formt den Charakter des Einzelnen. Fast alle waren ja früher abhängig von Drogen oder Alkohol. Nun sind sie frei geworden durch Jesus. Immer wieder bete ich für ihre Stabilität im Glauben und dass sie Lebensstürme gut verkraften.«

Andreas, Veronika und ihre Teams leisten hervorragende Arbeit. Unermüdlich. Jahr für Jahr!



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