July 12 2022

Brücken bauen

ISLAMISCHE WELT
Ein spezielles Projekt von AVC setzt sich für den Dialog mit Muslimen ein. Das binationale Leitungs-Tandem und ihre regionalen Partner in vielen islamischen Ländern machen Jesus Christus mit Respekt und Liebe bekannt.

Worin besteht eure Arbeit?
Wir bilden Brücken und kümmern uns um den Aufbau von Beziehungen zu unseren muslimi­schen Freunden, die wir mit Jesus Christus bekannt machen möchten. Dazu trainieren wir weltweit christli­che Leiter, die ihrerseits Mitarbeiter für die musli­mische Welt ausbilden. Wir informieren Kirchen und Gemeinden über Entwicklungen in der islamischen Welt und ermutigen diese, aktiv am interreligiösen Dialog mit Muslimen teilzunehmen. Ebenso schulen wir engagierte Christen, damit sie Brücken zu Musli­men schlagen und ihnen Jesus Christus mit Respekt und Liebe bekanntmachen.

Gibt es Berührungspunkte zum Islam?
Tatsächlich bestehen zwischen den Lehren des Islams und des Christentums eine ganze Reihe von Berührungspunkten. Beides sind monotheistische Religionen, d.h. sie glauben an einen einzigen Gott. Dass wir aber an einen dreieinigen Gott glauben, ist für Muslime schwer verständlich. Muslime verehren Jesus zwar auch, aber nur als einen Propheten. Für uns hingegen ist Jesus viel mehr. Also beginnen wir mit den Gemeinsamkeiten und helfen ihnen, unsere Lehren zu verstehen. Und dann ist da auch die Mission von Jesus Christus, Menschen durch seinen Tod und seine Aufer­stehung zu retten. Muslime haben das noch nie gehört. So berichtigen wir viele Missverständnisse, damit sie ein wahres Bild von Christus bekommen.

Auf welche Weise findet euer Dialog statt?
Unser Dialog beruht nicht auf Konfrontation, sondern ist freundlich und friedlich. Muslime sind in gewissem Sinne Waisen. Gott ist für sie kein Vater, son­dern ein autoritärer Herrscher. Sie wissen auch nicht so recht, wohin sie gehen werden, wenn sie sterben. Sie kennen nicht das Evangelium der Liebe, das Jesus uns lehrte. Viele Muslime sehnen sich deshalb nach Christus.

Solche Dinge besprecht ihr in den sozialen Medien?
Ja, auch. Wir posten Beiträge auf YouTube, Facebook oder Twitter. Durch Kommentare, Feedbacks, Fragen und gezieltes Nachfassen wollen wir Personen erreichen, die auf der Suche nach der Wahrheit sind, um Fragen mit ihnen in einen persönlichen Dialog zu vertiefen. Wir unsere Arbeit in elf verschiedenen Sprachen: Indonesisch, Malay­sisch, Tagalog (Philippinen), Urdu (Pakistan), Hindi und Malayalam Indien), Bengali (Bangladesch), Albanisch, Suaheli (Ost-Afrika), Kirundi (Burundi) und Englisch. In vielen islamischen Ländern haben wir Partner. Lokale Teams kommunizieren mit den Suchenden in der jeweiligen Sprache und vermitteln diese auf Wunsch an örtliche Gemeinden. Das Internet bietet aber auch fantastische Möglichkeiten, Muslime in geschlosse­nen Ländern wie Saudi-Arabien oder den Emiraten zu erreichen.

Welche Art von Beiträgen postet ihr in den sozialen Medien?
Wir haben ca. 15-minütige Videos gedreht und verfügen über eine Serie von 33 Folgen, die wir wöchentlich online stellen. Da aber oft die ersten Sekunden ent­scheidend sind, posten wir auch kurze, provoka­tive Videos. Auf attraktive, aber höfliche Weise wecken wir das Interesse an unserer Webseite. Hier finden sich weitere Ressourcen: Literatur in vielen verschiedenen Sprachen, Hinweise auf Kurse, Übersetzungen, Voiceovers, News und weiterführende Links. Auch kann man uns via E-Mail kontaktieren.

Welche Ressourcen verwendet ihr?
Die Grundlage unserer Ressourcen sind Bücher unseres Vorgängers Dr. Andreas Maurer. Er hat seinen Ansatz in den vielen Jahren seiner evangelistischen Arbeit in Afrika sowie in zahl­reichen muslimischen Teilen Asiens entwickelt und verfeinert. Wir als seine Nachfolger haben zwar neue Schwerpunkte, Strategien und Kommunikationsmit­tel. Aber das profunde Verständnis des Islam und den praktischen Ansatz von Andreas Maurer nutzen wir immer noch als Basis, um unsere Partner und Leiter auszubilden und um Muslime zu Christus zu führen. Und auch für viele unserer heutigen Partnerschaften hat er Wege geöffnet und Boden vorbereitet.

Bietet ihr auch Jüngerschaftskurse an?
Es ist unser Ziel, Menschen, die durch unsere Arbeit zu Christus kommen, an örtliche Gemeinden zu verweisen, wo sie Jüngerschaftstraining erhalten und ein tragfähiges Beziehungsnetz finden. Dies ist wich­tig! In den meisten Gegenden müssen muslimische Konvertiten viel Ablehnung und Verfolgung ertragen. Den grössten Schmerz bereitet aber der Ausschluss aus der eigenen Familie. Wenn ein verheirateter Mann Christ wird, kann es sein, dass seine muslimische Ehefrau unter Druck gesetzt wird, sich scheiden zu lassen. Oder wenn die Frau zu Jesus kommt, nimmt ihr der Ehemann alle Kinder weg, damit sie diese nicht zu Christus führen kann. Wir planen aber auch, einen eigenen Jüngerschaftskurs für MBBs – Muslim Backg­round Believers, also Konvertiten vom Islam zum Christentum – herauszugeben.

Helft ihr den neuen Christen auch praktisch?

Oft müssen wir sie aus gefährlichen Situatio­nen herausholen und an einen geheimen und sicheren Ort bringen. Wenn dies in der Nähe nicht möglich ist, evakuieren wir sie mit dem Auto, dem Boot, der Fähre oder dem Flugzeug. Für die finanzielle Hilfe, die wir dafür von AVC erhalten, sind wir äusserst dankbar. Und wir sind auf eure Gebete angewiesen. Wir brauchen den Segen, den Schutz und die Führung Gottes, wenn wir zu jenen Orten vorstossen sollen, wohin er uns senden will. Bitte betet für uns!

Bild 1: Brücken bauen zu Muslimen beginnt oft mit weiten Bootsfahrten
Bild 2: Brücken bauen zu Muslimen in vertrauter Tischrunde



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