AVC Alarmstufe Rot
August 31 2021

Alarmstufe Rot für Christen

AFGHANISTAN
Die Ereignisse überschlugen sich. Nachdem zahlreiche Provinzhauptstädte von den Taliban eingenommen worden waren, zogen die Kämpfer am 15. August ohne nennenswerte Gegenwehr in die Hauptstadt Kabul ein.

Hinlänglich bekannt sind die dramatischen Bilder verzweifelter Menschen am Kabuler Flughafen. Sie wissen nur allzu gut, was die Machtübernahme der Taliban bedeutet: Terror und Gewalt, Unterdrückung von Frauen und Minderheiten, Zwangsverheiratung und Hinrichtungen sind Standard.

Christen im Visier
Besonders afghanische Christen sind höchst gefährdet. Sie fürchten um ihr Leben und fliehen aus ihren Dörfern. Bibeln oder anderes christliches Material muss schleunigst versteckt, vernichtet oder vom Mobile Phone gelöscht werden.

Kurz nach der Machtübernahme sickern bereits erste Berichte durch, dass in einigen Dörfern Mitglieder der Taliban von Haus zu Haus gehen, um Christen ausfindig zu machen und solche, die für die Regierung, NGOs oder ausländische Organisationen gearbeitet haben. Diesen Leuten drohen Verhaftung, Gefängnis oder Tod. Weltweit beten Christen für ihr Brüder und Schwestern – und das nicht ohne Wirkung, wie Achmed*, Leiter einer Gruppe afghanischer Christen, berichtet.

Unter Gottes Schutz
»Mir kam zu Ohren, dass Taliban in meinem Dorf Razzien veranstalteten, um verdächtige Personen auszumachen. Sofort löschte ich alle Chats und versteckte christliches Material.« Die Terroristen näherten sich Achmeds Haus – und stoppten ihre Suche plötzlich nur zwei Gebäude davor. Er ist überzeugt: »Das war kein Zufall, das war Gottes Schutz!«

Offiziell existieren keine christlichen Kirchen und Gemeinden in Afghanistan. Doch im Lauf der vergangenen Jahre, in denen internationale Streitkräfte in ihrem Land stationiert waren, fanden viele Afghanen zum Glauben an Jesus Christus und trafen sich im Geheimen. Unter den Taliban droht ihnen jetzt die Todesstrafe. Gemeindeleiter bitten uns, für sie zu beten, damit sie Weisheit für ihre nächsten Schritte erhalten, die über Leben oder Tod entscheiden können.

Weisheit und Weisung überlebenswichtig
»Am schlimmsten ist es für mich, meinen ›Schäfchen‹ keine Antwort geben zu können, wenn sie mich fragen: ›Was sollen wir tun?‹ oder ›Wohin sollen wir gehen?‹«, bedauert der Leiter einer Untergrundgemeinde. »Die Situation ist hochriskant und die Informationslage unsicher. Wir brauchen dringend Weisheit von oben.«

Trotz der wachsenden Bedrohung durch die Taliban waren viele Afghanen vom Tempo dieser rasanten Entwicklung überrascht. Sie hofften auf die Friedensgespräche in Katar –jedoch vergeblich, denn diese sind gescheitert. Dementsprechend hoch ist jetzt die Binnenmigration. Die Flüchtenden leben in Zelten oder unter freiem Himmel, ständig von Hunger begleitet. Durch Kontakte mit Einheimischen konnte AVC spontan Essen für 200 Familien und 150 Kleinkinder organisieren. Sobald weitere Hilfskanäle offen sind, werden wir noch mehr Ressourcen und Versorgung in das Land bringen. Die Unterstützung von afghanischen Flüchtlingen in Usbekistan und Pakistan läuft.

Bitte beten Sie für Afghanistan!

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