Gemeindegründung im ewigen Eis

Temperaturen bis minus 60° Celsius machen das Überleben schwer – und den Dienst derer, die die gute Nachricht zu den Völkern in den Weiten Sibiriens und hinter dem Polarkreis bringen.

Seit 1994 arbeiten wir in Sibirien. Und seit 2006 unternehmen wir regelmäßig Vorstöße durch ewiges Eis. Hinter dem Polarkreis leben rund 70 unerreichte Volksgruppen, die am Aussterben sind. Manche dieser Gruppen haben nur noch 200 Menschen. Ihre Dörfer liegen zerstreut, mit durchschnittlich 500–800 Kilometern dazwischen. Alkohol ist hier der Killer Nr. 1 und dient als eine Art Währung; Bargeld oder Kreditkarten gibt es keine. Gegen heiß begehrtes Hochprozentiges wird alles eingetauscht. Wer Besäufnisse überlebt, fällt leicht einem Streit zum Opfer, denn der Griff zu den Waffen ist hier nahezu ein Reflex. Medizinische Versorgung gibt es nicht, einfachste Erkrankungen mehren die Gräber. So sterben diese Völker nach und nach aus.

Jesus kann das Schicksal dieser Menschen wenden. Auch sie haben das Recht, die gute Nachricht zu hören und neues Leben zu erhalten. Deshalb setzen wir alles daran, in ihren Dörfern Gemeinden zu pflanzen. Dazu braucht es allerdings hingegebene und mutige Leute, die bereit sind, dorthin zu gehen - und zu bleiben. Unsere Bibelschule in Angarsk, 1997 gegründet, ist dafür eine Art Basislager und Nachwuchsschmiede.
»Ein Dorf am Polarmeer. Wir fragen ein Ehepaar nach dem Weg, kommen mit ihnen ins Gespräch. Sie wollen wissen, wer wir sind, woher wir kommen und was uns hergebracht hat. Auf unsere Antwort hin sagt die Frau: ›Dieser Jesus muss ein wichtiger Gott sein, dass ihr bereit seid, für ihn so weit zu fahren.‹«
Andreas Berglesow, AVC-Missionar
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