03. März 2026

Freiheit hinter Mauern

THAILAND und KAMBODSCHA
Ziel des AVC-Einsatzes in Thailand und Kambodscha war es, viele Menschen für Jesus zu gewinnen. Flüchtlinge aus Myanmar, Insassen von Gefängnissen, buddhistische Schüler und Bewohner abgelegener Orte hörten das Evangelium.

«Diesen Abend werden wir bestimmt nicht vergessen», versichert uns Einsatzleiter Mario. «Während wir auf der thailändischen Seite von der Hoffnung und dem ewigen Leben erzählten, hörten wir, wie jenseits der Grenze im Dschungel von Myanmar die Bomben fielen.» Überhaupt sei das Treffen mit 80 burmesischen Jugendlichen aus dem Stamm der Karen sehr bewegend gewesen: «Diese Kids dürfen in Thailand einfache Asylschulen besuchen, doch ihre Familien leben noch immer in Myanmar. An diesem Abend baten viele Jugendliche um Gebet. 15 nahmen Jesus in ihr Leben auf und über 50 waren sehr dankbar, von uns eine zweisprachige Bibel in Karen und Englisch zu erhalten.»

Der Sturm muss schweigen
In Thailand sowie auch in Kambodscha besuchte das Schweizer Team ausserdem riesige Gefängnisse. «Gerade wollten wir im Hof eines kambodschanischen Frauengefängnisses unser Event starten, da zog ein bedrohliches Gewitter auf», erinnert sich Mario. «Wir beteten und widerstanden den immensen Wolken. Und siehe da – sofort legte sich der Sturm!»

Nach der Darbietung eines biblischen Themas und einigen Lebensberichten der Teilnehmenden nahmen mehrere Frauen das Geschenk der Vergebung von Jesus an. «Wir staunten, wie offen die Wachen und die Frauen für den Glauben waren! Erst später erfuhren wir von der Gefängnisleitung, dass Frauen, die zu einem früheren Zeitpunkt Christen geworden waren, sehr bald durch eine bessere Lebensführung auffielen. Oft konnten sie deshalb begnadigt und vorzeitig entlassen werden», berichtet Mario. Seit Jahren stehen in dieser Gegend lokale Pastoren aus dem Netzwerk von AVC den Angehörigen zur Seite und helfen den Entlassenen, sich wieder im Alltag zu integrieren.

Freiheit hinter Mauern
In einem kambodschanischen Gefängnis an der Grenze zu Vietnam folgen von 3500 Häftlingen bereits über die Hälfte Jesus und bilden eine riesige Gemeinde. In einer anderen Haftanstalt schenkte unser Team dem Worship-Leiter, der noch fünf Jahre absitzen muss, eine Gitarre. Viele der Insassen, meist ehemalige buddhistische Kriminelle, erleben innerhalb der Gefängnismauern eine Freiheit, die nur Gott schenken kann.

Unbeugsamer Laote
Eine der interessantesten Begegnungen hatte unser Team mit Brother Sri*. Dieser gehört zum laotischen Volk der Bru und gründete in Laos mehrere Dorfkirchen. Deshalb wurde er von der Polizei verhaftet. Doch weder die miserablen hygienischen Verhältnisse noch der abscheuliche Gefängnisfrass konnten seinen Mut brechen. Sri erzählt uns von einem Schweizer Missionars-Ehepaar, das vor 100 Jahren nach Laos kam und sich lebenslang der Versorgung der Bru mit Medikamenten gegen damals grassierende Epidemien widmete. «Auch ich möchte mein Leben für den Auftrag von Jesus geben», sagt er.

Sri lebt heute mit seiner Familie in Thailand und dient seinen Landsleuten im Grossraum Bangkok. Die laotischen Gastarbeiter bewirtschaften hier riesige Reisfelder, die von nummerierten Kanälen durchzogen sind. Jedem Kanal ist eine Gruppe von Arbeitern zugeteilt und jede Gruppe hat an einem anderen Wochentag frei. So kommt es, dass die sogenannte Kanal-Kirche von Brother Sri nicht nur am Sonntag, sondern an jedem Tag der Woche einen Gottesdienst feiert.

Das Evangelium für Gross und Klein
An drei buddhistischen Staatsschulen diente das Schweizer Einsatzteam mit lustigen Spielen und einem Blitzenglischkurs. 1700 Schülerinnen und Schüler hörten auch das Evangelium und viele sprachen das Schlussgebet mit. «In einer der Schule strahlten uns drei Lehrerinnen freudig an. Sie outeten sich als Christen und freuten sich riesig über unser Kommen», erzählt Mario. Eine Grossevangelisation an einem abgelegenen Ort, an dem es noch nie eine Kirche gab, setzte dem Einsatz einen starken Schlusspunkt: Auf der Hauptstrasse wurde ein Baldachin für 400 Personen errichtet. Die Veranstaltung begann mit Tanzen, Theater und Singen und endete mit zahlreichen Lebensübergaben.



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