31. Oktober 2025

Nomadenzelte und Spezialfahrzeuge

SIBIRIEN
Zwei Volksgruppen in Sibirien lernen Gottes Liebe kennen – dank einer cleveren Entscheidung und einer »zufälligen« Begegnung.

In der Region um den Baikalsee leben die Burjaten. Sie folgen einem animistisch-schamanischen Glauben, vermischt mit buddhistischen Einflüssen. In Jelanzy wohnen 3500 Mitglieder dieser Volksgruppe. Hier bauen einheimische AVC-Partner Gemeinde Gottes. Als Versammlungsraum haben die Christen eine Jurte errichtet. Die Entscheidung für das Nomadenzelt war pragmatisch, denn damit entstand auf die Schnelle Platz für bis zu 50 Gäste, ganz ohne die behördlichen Verpflichtungen einer Baugenehmigung. Was unsere Kollegen nicht ahnen konnten, war die Reaktion der Bevölkerung. Das schlichte Bauwerk erinnerte die Dorfbewohner an Traditionen aus ferner Vergangenheit. Neugierig fragten sie, ob sie das Zelt betreten dürften. Manche baten sogar um Erlaubnis, für einen Gottesdienst bleiben zu dürfen. So lernten etliche Jesus kennen. Weil inzwischen viele Kinder kommen, die ebenfalls von Jesus hören wollen, sparen die Gemeindegründer für den Erwerb einer zweiten Jurte für die junge Generation.

Kraftstoff und Geistestaufe
Auch im Norden Sibiriens sind AVC-Teams unterwegs. Im Sommer sind die Sümpfe und Flüsse in dieser unwirtlichen Gegend fast unpassierbar. Unsere Evangelisten ziehen es deshalb vor, dort im Winter zu reisen. Auf Schneestrassen und über zugefrorene Flüsse gelangen sie mit Spezialfahrzeugen zu den isolierten Dörfern.

Vor drei Jahren war erneut ein Team in der winterlichen Tundra unterwegs, als die Fahrzeuge ein einsames Dorf erreichten. Zwei Einheimische waren zu Fuss bei minus 50 Grad unterwegs. Sie halfen den Fremden, Sprit und Essen zu besorgen. Neugierig wollten sie wissen, was diese Menschen aus der Ferne dazu bewegte, in eine derart abgelegene und gefährliche Gegend zu reisen. Die Christen erzählten vom Anliegen, ihren Glauben weiterzugeben. »Euer Gott muss aber gross sein, dass ihr einen so weiten Weg auf euch nehmt, um von ihm zu erzählen. Für unsere Götter täte das keiner!« Die Fremden sollten doch den Abend bleiben. Kurzfristig versammelten sich 40 Menschen, die von diesem wichtigen Gott erfahren wollten. In derselben Nacht entschieden sich sieben von ihnen für den neuen Glauben. Zwei von ihnen wurden mit dem Heiligen Geist getauft.

Aus dem einfachen Dieselkauf entstand die erste Gemeindegründung unter der Volksgruppe der Jukagiren. Inzwischen ist einer der Einheimischen ordiniert und dient als Gemeindeleiter.



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