
Ort des Friedens
Vor wenigen Tagen kam es auf dem Gelände einer Partnergemeinde in Peshawar zu einem schweren Vorfall: Ein Mitglied der Gemeinde-Security geriet mit den örtlichen Sicherheitskräften in einen heftigen Streit und kam dabei ums Leben.Pastor H., der einen apostolischen Dienst leitet, brach umgehend die laufende Schulung mit Gemeindeleitern ab, um sich der zu diesem Zeitpunkt noch unklaren Lage zu widmen. In der mehrheitlich muslimischen Region war ihm besonders wichtig, dass die Gemeinde ein Ort des Friedens bleiben würde.
Die Situation konnte umsichtig und besonnen bewältigt werden. Die Familie des Verstorbenen reagierte gefasst auf die Ereignisse und respektierte den Entscheid der Gemeindeleitung, den Weg der Versöhnung und des Friedens zu gehen. Auch die muslimische Nachbarschaft und die örtlichen Behörden zeigten sich kooperativ – keine Selbstverständlichkeit in einer Angelegenheit, die leicht zu ernsten rechtlichen Konsequenzen oder gar Übergriffen auf die Gemeinde hätte führen können.
Noch am selben Abend kamen die Gemeindeleitung und Teile der Gemeinde zu einem Salbungsgottesdienst zusammen und weihten ihre Räumlichkeiten Gott neu. Unser Partner in Peshawar ist überzeugt: Das Gebet für Frieden in der Nachbarschaft hat Wirkung gezeigt. Dafür ist er Gott und den vielen Betenden von Herzen dankbar.



