
Religiöser Terror
Am 25. Februar 2024 wurden 15 katholische Gemeindeglieder umgebracht, die sich in Essakane-Village, im Départment Dori, zum Gebet versammelt hatten. Pastor David Ouédraogo in Nasré wurde in der Kirchenregion Kongoussi während der Sonntagsschule gezwungen, den Gottesdienst abzubrechen. Bewaffnete Männer verkündeten, Jesus sei vergangen und Mohammed sei nun der Führer, dem zu folgen sei. Infolge dieses Ereignisses flohen alle Christen aus dem Ort.
Ähnliches ereignete sich in Bondoukuy in der Provinz Mouhoun, wo bewaffnete Männer die Osterfeierlichkeiten 2023 unterbrachen und die Umwandlung der Kirche in eine Koranschule anordneten. Die Christen wurden zur Konvertierung gezwungen und verliessen daraufhin die Region. Oftmals bleibt den Christen keine andere Wahl als die Flucht.
Dann finden sie sich in Flüchtlingscamps wieder, ohne absehbare Perspektive auf Rückkehr. Sie versuchen, den Zufluchtsort zu ihrer neuen Heimat zu machen und neue Existenzen aufzubauen. In diesem Kontext besteht ein grosser Bedarf an Unterstützung in den Bereichen Existenzgründung, Wiedereinschulung von Kindern und Ausbildung von Frauen. In von Terroristen kontrollierten Orten müssen Christen ihren Glauben im Verborgenen leben. Sie tragen Bärte und passen ihre Kleidung an, um ihre Identität zu verschleiern.



