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sudan zwangsscheidungSudan: Zwangsscheidung

Bei ihrer Verhaftung dürften sie mit Folter und Tod gerechnet haben, aber nicht damit: Man trennt die drei Evangelisten von ihren Frauen und »konfisziert« die Kinder.

Die Übergangsregierung im Sudan hat Religionsfreiheit versprochen, aber die brutale Unterdrückung des christlichen Glaubens hält an. Die muslimische Opposition ist eben die einflussreichste Bewegung im Land und beherrscht dessen Wirtschaft.

Predigen oder Freiheit
Drei Evangelisten hatten den Auftrag erhalten, zu unerreichten Volksgruppen ihrer Region zu gehen. Einer der drei, Konsuri, wirkte vier Jahre ohne erkennbaren Erfolg, bis sich einige Leute Jesus zuwandten. Solches provoziert Verfolgung! Konsuri und seine beiden Kollegen werden im April 2020 verhaftet. Im Polizeigefängnis wird ihnen »nahegelegt«, sich von Jesus Christus loszusagen und nie mehr zu predigen. Auf ihre Weigerung hin werden sie einem Richter vorgeführt.

Raub der Familie
Gehöriger Druck bewirkt, dass schliesslich zwei der Männer aufgeben. Sie werden entlassen, kassieren aber eine hohe Geldstrafe und die Auflage, sich täglich bei der Polizei zu melden. Konsuri aber bleibt in Haft. Wie den Sippen klar wird, dass keiner der drei zum Islam zurückkehren wird, trennt man sie von ihren Frauen und »konfisziert« die Kinder. »Falls ihr unsere Bedingungen erfüllt, ist eine Wiederverheiratung Verhandlungssache«, so das Verdikt der muslimischen Familien. Der Raub von Frau und Kindern – eine seelische Folter – setzt ihnen extrem hart zu. Konsuri aber bleibt gleichwohl fest. Was immer geschehe, er will weiterhin das Evangelium verkünden. Wie es ihm in der Haft ergeht, ist nicht bekannt. Seine Verwandten dürfen ihn nicht besuchen.