»Das einzige atheistische Land der Welt«

Das verkündete der kommunistische Diktator Enver Hoxha in den Achtzigerjahren. Nicht ganz zu Unrecht, denn es war seiner Geheimpolizei tatsächlich gelungen, fast sämtliche Formen religiösen Lebens auszulöschen. 

 

Mit der Öffnung der Grenzen Anfang der Neunzigerjahre hat sich das geändert, inzwischen sind viele christliche Freikirchen entstanden. Doch trägt das Land schwer an seinem Erbe: Große Armut, Korruption und Misswirtschaft lähmen die Entwicklung, während das Land gleichzeitig vom Anschluss an Europa träumt.


Der Schritt ins Unbekannte

Im Jahr 1991  schickte AVC Arnold Geiger zum ersten Mal in das bis dahin völlig verschlossene Land. Hunger, Armut und Verbitterung sorgten für gefährlichen Zündstoff, aber auch für nie da gewesene Offenheit für das Evangelium. Trotz aller Widrigkeiten kam Arnolds schwangere Frau mit den drei kleinen Kindern bald nach. Über die Jahre gab es weitere Krisen und lebensgefährliche Situationen. Dennoch wurde aus den kleinen Anfängen ein weit verzweigtes Hilfswerk mit dem Namen »Fondacioni NEHEMIA« mit heute etwa 150 Angestellten.


Ganzheitliche Hilfe für Leib, Seele und Geist

Auf Hausbesuch: Physiotherapie

AVC möchte die Gesellschaftsentwicklung und die Menschen Albaniens durch die Umsetzung christlicher Werte unterstützen. Dabei hilft AVC nicht nur den Notleidenden, sondern versucht allen Menschen zu dienen und ihren Bedürfnissen zu begegnen. Deshalb wird auch großer Wert auf Hilfe zur Selbsthilfe und Bildung gelegt.

 

Um den Menschen ganzheitlich zu dienen, gibt es

Projekte im geistlichen Bereich, z.B. Gemeindebau, Kinderdienst, Royal Rangers;

Soziale und medizinische Arbeit wie Suppenküchen, Sozialdienste, Physiotherapie, Betreuung für Roma-Kinder, Dorfentwicklungsprojekte u.v.m.;

Bildungsprojekte vom Kindergarten bis zur Universität und Fortbildung.


Zusammenarbeit war von Anfang an wichtig. Gesellschaftsveränderung kann AVC nicht alleine bewirken, die Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Gemeinden und Organisationen ist deshalb sehr wichtig. Sie hilft, Ressourcen optimal zu nutzen.

 

Wie geht es weiter?

Albanien ist ein Sorgenkind, doch kein Einzelfall. In fast allen Ländern Südosteuropas gibt es ähnliche Probleme. AVC will helfen. Deshalb sieht unsere Strategie vor, in Zukunft ganzheitliche Hilfe auch in Nachbarländern zu ermöglichen.

 

Christliche Pfadfinderarbeit
Auch Behinderte haben Zugang zur Schule
Schule Amaro Tan für Zigeunerkinder


Albanien

Hauptstadt                   

Tirana

Fläche                          

28 748 km²

Einwohner                   

3 620 000

Bevölkerungsdichte   

125,9 je km²

Lebenserwartung       

77,8 Jahre

Kindersterblichkeit   

19,3 (pro 1000)                     

Alphabetisierung        

98,7%

Religionen                    

Muslime 70%, Albanisch-Orthodoxe 20%, Katholiken 10%