Ein traumatisiertes Volk

 

Die »Killing Fields« gelten als ein Synonym für den Massenmord der Roten Khmer am eigenen Volk in der Zeit von 1975 bis 1979. Ein Drittel der Bevölkerung wurde ermordet. Es gibt kaum eine Familie, die nicht Angehörige verloren hat. Dieses Trauma des Pol-Pot-Regimes lähmt das Volk noch heute. Viele leben in der Vergangenheit, haben kaum Kraft für Eigeninitiativen. Und die Folge ist: erdrückende Armut.

 


Leben wagen

AVC setzt sich seit 1990 zusammen mit der Partnerorganisation Ethnos Asia für das kambodschanische Volk ein. Das Church Empowerment Program (CEP), landwirtschaftliche Schulungen in den Harvest Centern und eine ungewöhnliche Bank geben den Kambodschanern wieder Mut zu einem Leben im Heute.

 

Ermutigte Eltern ...
... können Kindern ...
... neue Hoffnung ...
... vermitteln

Die etwas andere Bank

Reis-, Wasserbüffel- und Fisch-Darlehen

Eine »Reis- und Tierbank« stellt Saatgut zur Verfügung. Die Bauern bestellen damit ihre Felder und zahlen an die Bank von den Ernteerträgen die doppelte Menge des erhaltenen »Startkapitals« zurück. Werden Wasserbüffel als Darlehen gegeben, ist jedes zweite Kalb Tilgungsrate an die Bank. Das gleiche Prinzip gilt bei der Fischzucht. So hat die Bank immer wieder Kapital, das anderen Starthilfe für eine eigene Existenz gibt.

 

Reis-Bank
Wasserbüffel-Bank
Fisch-Bank
Bank-Kunden: Bauernfamilie

Gewaltiger Vorher-Nachher-Effekt

Durch das Prinzip der Reis- und Tierbank konnten bislang hunderte Familien eine Existenz aufbauen. Das löst große gesellschaftliche Veränderungen aus.

 

Das folgende Beispiel steht für viele: In Angkor Sor Village, einem Dorf in der Prey Veng Provinz, lebte die gesamte Dorfbevölkerung vom Betteln oder von Diebstahl. Eine Familie kam zum Glauben an Jesus, worauf ihre Werte völlig auf den Kopf gestellt wurden. Mit dieser Familie wurde ein kleines Landwirtschaftsprojekt aufgebaut. Das hatte gewaltige Folgen: Durch das vorgelebte Beispiel der positiven Veränderungen ist – mit Ausnahme einer Familie – das ganze Dorf zum Glauben an Jesus gekommen. Bis auf diese eine Familie können sich jetzt alle ihren Lebensunterhalt durch die Landwirtschaft verdienen. Früher war die Kriminalitätsrate sehr hoch – heute herrscht dort Frieden. Das Dorf und das Leben der Bewohner ist total verändert. Beides ist sauber und geordnet.

 

Ein Ausbildungs-Center für jede Provinz 

Ziel ist es, in jeder Provinz Kambodschas ein Ausbildungs-Center zu eröffnen. Möglichst vielen Menschen soll die Möglichkeit eröffnet werden, in den christlichen Glauben hinein- und aus ihrer Lethargie herausgeführt zu werden, damit sie ihr Leben wieder meistern können.

 

Traumatisierte gewinnen erneut Mut zum Leben



Kambodscha

Hauptstadt                                                 

Phnom Penh

Fläche                                                     

181 040 km²

Einwohner                                              

14 242 000

Bevölkerungsdichte                               

78,7 je km²

Lebenserwartung                                    

61,7 Jahre

Kindersterblichkeit               

56,6 (pro 1000)  

Alphabetisierung                                   

73,8%

Religionen                                                   

Theravada-Buddhisten 95%, Sonstige 5%