Prävention am Horn von Afrika

Neues Rückhaltebecken im Mbeere Distrikt

 

Dürre und Hungersnot
Im Jahr 2011 herrschte in Ostafrika eine der schlimmsten Dürren seit Jahrzehnten. Die Katastrophe traf eine bereits stark geschwächte Bevölkerung, weil es schon seit 2008 viel zu geregnet hat. Hunger, Krankheit, zerstörte Ernten, Flüchtlingsströme und Viehsterben waren die grauenhaften Folgen dieser Dürre.


Dank einer zwar kurzen Regenzeit von Oktober bis Dezember 2011 hat sich die Lage etwas entspannt. Die verdorrten Weideflächen werden grün, Brunnen geben wieder Wasser. Leider hat sich die Sicherheitslage stark verschlechtert. Im täglichen Kampf ums Überleben gibt es zwischen den Flüchtlingen und der einheimischen Bevölkerung immer wieder Spannungen und Gewaltakte.

Nothilfe mit Langzeitperspektive
In einer ersten Phase ging es vor allem darum, die hungernden Menschen mit allem Lebensnotwendigen zu versorgen: Nahrungsmittel, Trinkwasser sowie Futter für das Vieh. In einer zweiten Phase ergreift das Hoffnungsnetz zusammen mit der lokalen Gemeinschaft Massnahmen, um gegen künftige Krisen besser gewappnet sein. Dadurch wird erreicht, dass sich die nächste Dürre nicht sofort wieder lebensbedrohlich auswirkt. Das Hoffnungsnetz hilft in Kenia (Isiolo und Mbeere Distrikt) und in Somalia (Mudug, Nugal und Bari Region in Puntland).


Im betroffenen Gebiet in Kenia stellt das Vieh die Lebensgrundlage dar. Mit Futter und einer grossen Entwurmungs- und Impfaktion wurde dafür gesorgt, dass die Viehbestände erhalten bleiben und die Menschen eine Zukunft haben. Inzwischen wurden zudem bereits 30 Rückhaltebecken für Regenwasser gebaut, weitere werden folgen. Zur Verbesserung der Ernährung wurden 15‘000 Fruchtbäume gepflanzt. Diese Arbeiten gehen im 2012 weiter, eine Ausweitung des Projekts ist in Vorbereitung (z.B. Aufbau neuer Ziegenherden).


In Somalia konzentriert sich das Hoffnungsnetz auf die Verbesserung der Wasserversorgung. Es werden Brunnen und Wasserreservoirs instand gesetzt, damit der Zugang zu Trinkwasser sichergestellt ist. Damit die Wasserqualität stimmt, werden auch Wasserfilter zur Verfügung gestellt. Zu einer umfassenden Wasserversorgung gehören auch Latrinen und ein Bewusstsein für Hygiene. Priorität haben bei diesen Wasserprojekten Schulen, Spitäler, Ernährungszentren und besonders geschwächte Dorfgemeinschaften. Damit die Wasserversorgung langfristig gesichert ist, wird auch grossen Wert auf Unterhalt und Eigenverantwortung gelegt.

Bewährte Partner
Als Hoffnungsnetz arbeiten wir stets mit verlässlichen Partnern vor Ort zusammen, die wir schon mehrere Jahre kennen. Diese christlichen Organisationen haben die nötige Fachkompetenz und viel Erfahrung im jeweiligen Land. Dadurch ist gewährleistet, dass die Spenden die dringend benötigte Hilfe schaffen. Nur dank der grosszügigen Unterstützung aller Spenderinnen und Spender ist diese Hilfe möglich.

 

Herzlichen Dank!

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AVC Schweiz engagiert sich mit dem Hoffnungsnetz zusammen in Nordkenia.

 

AVC Deutschland und Österreich leisten Nothilfe in Dschibuti

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